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Mynd about Lidl - LI DL Land

Autor Anna Heid Marketing Manager

Bei der Oscarverleihung 2017 hat dieser Film 6 von den kleinen goldenen Figuren abgeräumt und ginge es nach den Zuschauern, sicherlich noch mehr. Es geht um – Trommelwirbel – La La Land. Überraschung. Nun hat sich der Lebensmittelkonzern Lidl einfach mal an dessen Erfolgsrezept bedient und das Ergebnis ist natürlich überragend. Kein Wunder!

Behind the scenes

 

„LI DL Land“ heißt der neuste Werbespot des Discounters, der allerdings alles andere als eine öde Parodie des Kassenschlagers ist. Was wie eine Kopie des Filmes beginnt, mit gleichem Ablauf und gleicher Musik, entpuppt sich als viel tiefgängiger. Hier gibt es noch wesentlich mehr zu entdecken, als diese altbekannte Liebesgeschichte, La La Land-getreue Musik und immer wiederkehrende Tänze an den unmöglichsten Stellen! Wir haben ganz genau hingeschaut:

Lidl goes Hollywood

 

Die zufälligerweise auch rothaarige „Emma“ trifft den Lidl Kassierer Ryan *räusper* hold und die beiden verlieben sich sofort. Dabei ähnelt Emma im Spot ihrem Original, Emma Stone, in vielen Punkten und Ryanhold ist ein regelrechtes Ryan Gosling Double (bekannt durch Joko und Klaas). Nach einigen Liebes- und Tanzszenen, die dem Original ähnlicher nicht sein könnten – sogar der Lidlmarkt steht vor den Hollywoodhills – kommt plötzlich der Wendepunkt. Emma will, dass Ryanhold ihre Eltern kennen lernt. Moment mal! So war das aber nicht bei La La Land. Ab hier merkt man: Da ist mehr im Spiel als der einfache Wille einen Film zu parodieren. Ab jetzt wird’s persönlich.

Lidl vs. Edeka

 

Schnitt auf das Haus der Eltern und das Geheimnis ist gelüftet. Vor dem Haus steht ein großes Schild mit dem bekannten Spruch des Lebensmittelrivalen „Wir lieben Lebensmittel“. Es geht also um die Familie Borrmann, die Mitgründer von Edeka war. Na klar, denken wir, Edeka, Lidl, da war doch was. Zwischen den zwei Lebensmittelkonzernen ist ein regelrechter Streit entfacht, den sie immer wieder mit neuen Videos und darin enthaltenen Sticheleien aufrechterhalten. Bisher wurde in jedem Video nur Bezug auf das jeweils letzte des Gegners genommen. Doch nach monatelangem Waffenstillstand topt dieser Lidl-Spot nun alles bisher Dagewesene.

Eatkarus & friends

 

Naja gehen wir erstmal weiter im Konzept. Zum Abendessen mit Emmas Eltern gibt es – wie könnte es anders sein – grauen Brei. Nein bessergesagt: Einheitsbrei. Na, klingelt’s? Richtig, die erste Anspielung auf den „Eatkarus“ Werbespot von Edeka. Empört von der Hiobsbotschaft, dass der neue Freund der Tochter beim Rivalen arbeitet, geht es direkt weiter zur nächsten Anspielung. Dieses Mal allerdings ganz ohne Edeka-Bezug. Dramatisch küssen sich die beiden im Regen, bis die Sonne wieder scheint. Der Film „Wie ein einziger Tag“, mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, wird also auch auf die Schippe genommen.

Mann und Frau küssen sich

Ohne Pause geht es nahtlos über zu Matrix und Morpheus, der seinen Sohn Eatkarus mit Beeren dopt. Wait… what? An der Stelle sind wir raus. Einheitsbrei – kapiert, Ryan Gosling Bezug – klaro, aber Matrix? Was das nun damit zu tun hat, wissen wir auch nicht. Man könnte meinen hier ginge es mit den Machern wohl etwas durch, aber der kleine Exkurs schadet dem Spot in keiner Hinsicht. Der gezeigte Eatkarus hingegen, war wohl ein kleiner Schlag ins Gesicht für Edeka. Als Morpheus, der gleichzeitig Fritz Borrmann ist, Eatkarus, der jetzt gar nicht mehr so rank und schlank ist, bittet ihm zu helfen, muss dieser ablehnen. Die Begründung dafür ist: „Ich bin abgestürzt“. Wir sagen: Genial! Edeka benannte ihren letzten Werbespot, mit einem kleinen Jungen, der das Fliegen lernte, nach dem griechischen Mythos Ikarus. Aus Ikarus wurde Eatkarus. Was Edeka allerdings gänzlich ignorierte, war das Ende des Mythos‘. Ikarus lernt zwar zu fliegen, fliegt allerdings zu nah zur Sonne und stürzt ab. Dass Lidl diese Vorlage nicht einfach so liegen lässt, war klar. Im Spot gibt Herr Borrmann seinem Jungen dann Beeren, die anscheinend wirken, denn nur zwei Tanzszenen und eine Bettszene später, macht sich der unförmige Junge mit der Fliegermütze auf den Weg, Ryanhold aus der Welt zu schaffen. Emma entschließt sich derweil bei Lidl anzufangen und der Vater bekommt einen „Der Untergang“-mäßigen Wutausbruch. Danach vermöbelt Eatkarus Ryanhold und kämpft dann mit einem Einhorn.

Dicker Junge mit Fliegermütze isst Popcorn

Er kämpft mit einem Einhorn?

 

Wem das jetzt zu viel wird, keine Angst. Uns ging es am Anfang genauso. Wieso kämpft dieser dicke Junge jetzt plötzlich mit einem Mann, der eine Einhornmaske trägt? Die Antwort ist: Horsehead in Verbindung mit dem aktuellen Einhornhype, der anscheinend nicht nur uns, sondern auch die Lebensmittelmärkte selbst nervt. Denn neben Einhornjoghurt, -smoothie und –schokolade, gibt es nun auch Einhorntoilettenpapier. Bei Edeka ist dieser Trend ebenfalls in vollem Gange und die Mitarbeiter sind gar nicht so begeistert davon. Zumindest könnte deren ironische Werbung für das nach Zuckerwatte duftende Toilettenpapier mit dem Werbespruch “Es war noch nie so leicht einen süßen Arsch zu bekommen” ein Hinweis darauf sein. Horsehead hingegen hat damit nichts zu tun, sondern ist einfach nur ein Trend, bei dem überall völlig ohne Grund jemand eine Pferdemaske trägt. Und wie könnte es anders sein, auch hier ist das Pferd mittlerweile zum Einhorn geworden und musste in der Form auch schon in vorherigen Lidl-Spots herhalten. Wer genau hingeschaut hat, hat das Einhorn vielleicht schon ein paar Szenen früher entdeckt. Warum es dann allerdings mit Eatkarus kämpft, können wir jetzt auch nicht so genau beantworten. Wie um dem ganzen Wahnsinn noch die Krone aufzusetzen, haben die Macher von LI DL Land sogar die Musik angepasst. Anstatt „another day of sun“, wie im Original, wird im Werbespot „das ist unser Lidl-Land“ gesungen.

Einhorntoilettenpapier mit Werbespruch: Es war noch nie so leicht einen süßen Arsch zu bekommen

Grande Finale

 

Danach geht es munter weiter mit ein paar – wer hätte es gedacht – Tanzszenen und dem krönenden Abschluss: Die ganze Familie, inklusive Ryanhold, sitzt am Tisch und ein alter Mann betritt den Raum mit den Worten: „Wie hätt‘ ich euch denn sonst zusammenbringen sollen?“ Langsam aber sicher fällt uns die Kinnlade runter. Lidl hat doch nicht… Doch. Lidl hat auch den emotionalen Weihnachtsspot von Edeka parodiert und ihnen ganz einfach mit den Worten „Opa du wohnst hier, wir alle wohnen hier. Entspann dich mal.“, den K.o.-Schlag verpasst. Damit endet der genauso verrückte wie geniale Spot, dem es von Kreativität, über Witz, bis zu dem schiefen Grinsen von Ryan und ein bisschen Bösartigkeit wirklich an nichts fehlt.

Alter Mann mit Lidl Slogaln: Lidl lohnt sich

Überragende Wirkung

 

Wir sagen: Hut ab und danke Lidl! Selten einen so gelungenen und provokanten Werbespot gesehen. Schon nach den ersten 10 Sekunden und spätestens nach „P.S. Ich lidl dich“ wussten wir: Das was jetzt kommt, kann nur überragend sein. Zwischendurch hatten wir kurz befürchtet, ihr hättet den Faden verloren, aber ihr habt uns eines Besseren belehrt. Und nicht nur wir finden das, sondern ganz Facebook. Innerhalb 3 Tagen wurde der Spot von über 2,4 Millionen Menschen angesehen und 19.000 mal geliked. Wir sind gespannt auf die Antwort von Edeka und freuen uns auf noch mehr unterhaltende und kreative Feindseligkeit!

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