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Die neue Aldi TV-Werbung: Kinder, ein bisschen Til Schweiger, fertig.

Autor Sven Junglas Gründer

Premiere: Aldi schaltet die erste TV-Werbung seiner langen, geschichtsträchtigen Laufbahn. Dafür haben sich sogar Aldi Nord und Aldi Süd zusammengetan. Ein großer und spannender Moment also – nicht nur für Aldi selbst, sondern auch für uns Kommunikationsfanatiker. Ist die Premiere geglückt? Eigentlich kommentieren wir an dieser Stelle stets mit zwei entgegengesetzten Meinungen. Das war diesmal, sagen wir mal… schwierig.

NAY!

Mitarbeiterfoto: Sven Junglas

SVEN

 

Samstagvormittag – ich schlendere durch meinen Aldi. Schlendern trifft es dabei übrigens genau auf den Punkt. Kopf aus, Automatismus an. Denn es ist doch äußerst offensichtlich, welches Brot (nämlich das einzige mit Körnern), welche Tomaten (nämlich die roten) und welches der beiden Klopapiertypen (absurd hart oder lächerlich weich) ich einpacke.

Während andere reizüberfluten, hat Aldi nämlich sämtliche Reize ausgesperrt. Die Tür zugemacht. Ein dickes Schloss vorgehängt, abgeschlossen und den Schlüssel dann gegessen.

Keine echten Entscheidungen treffen, keine Einflüsse verarbeiten – nur schlendern und einsammeln, und einer beruhigenden Atmosphäre aus Kassenpiepen und meditativen Hilfestellungen („Liebe Kunden, wir öffnen Kasse drei für Sie.“) lauschen. Ein Ort, an dem alles einfach klar ist – und schon immer so wie immer.

Als ich mir folgerichtig auf dem Grabbeltisch mit süßen Kinderpullis (1x blau, 1x rosa) ein kurzes Nickerchen genehmigen will, schießt es mir durch den Kopf: Wo sind all die Kinder??

Dann fällt’s mir wieder ein: Aldi hat ja neulich einmal durch die Filiale gekärchert und dabei aus Versehen einen Haufen Alnatura-Kids eingesammelt, die eigentlich nur zufällig dort waren.

Diese Kids sind dann mitten in’s Kreuzfeuer geraten: ein sehr beliebter Discounterriese, der völlig zurecht endlich medial aktiv werden will, und sich aus dem Schrank mit der Aufschrift: „Werbekonzepte, die immer funktionieren“ gegen die Schublade „Fußball“ und „Katzen die vor Gurken Angst haben“ entschieden, und lieber „Süße Kinder reden Nonsens“ auserwählt hat.

Und während Werte und Kernmessage von Aldi tatsächlich sehr gut entdeckt wurden (Wir nennen das: „des Pudels Kern finden“), muss die Umsetzung (bei uns „die Verpackung des Pudels“ » Jetzt anschauen) exakt das beschriebene Ergebnis zufällig aneinandergereihter Ereignisse sein.

Versteht mich nicht falsch, liebes Aldi-Team: einen Haufen gefühlten Stockmaterials einkaufen, einen ziemlich zufälligen Text unterlegen, und Kinder dann einfach Sachen tun lassen, die sie sonst nur in Til Schweiger Filmen tun, und das dann für eure TV-Premiere mit zurecht großem Tamtam in die Welt hinaustragen – das könnt ihr schon so machen.

Aber für eure nächste Premiere, vielleicht ja so richtig online, dürft ihr uns gerne anrufen. Wir finden dann nicht nur eure Kernmessage, sondern verpacken die auch wirklich clever. Vielleicht auch mit Kindern, vielleicht aber auch mit gurkenzerfleischenden Katzen, Fußball oder etwas ganz anderem. Aber definitiv mit einem erkennbaren Sinn! Denn dann mögen es auch alle eure euch (trotzdem noch) liebenden Kunden.

NAY!

Mitarbeiterfoto: Vincent Master

VINCENT

 

Endlich mal wieder was mit Kindern! Also, nicht falsch verstehen jetzt. Oder vielleicht doch? Ganz sicher bin ich mir immer noch nicht. Das letzte Mal saß ich derart sprachlos vor dem Laptop, als Windows 10 mit „The Future starts now“ Sieben- und Neunjährige auf mich einhageln ließ. Moment mal, hat Aldi etwa für viel Geld das Outtake-Material von Microsoft erworben? Ich schaue die Werbung zum 4. Mal und tatsächlich … der Junge mit dem Regenwurm kommt mir doch extrem bekannt vor. Kann es wirklich sein? Betritt Aldi den Fernsehmarkt mit der „Kinder-ziehen-immer“-Karte“?
Die YouTube Kommentare fassen es zusammen: „Und warum soll ich jetzt bei Aldi einkaufen?“ schreibt Blancor986 und erntet dafür 41 Thumbs-Up. Ja, warum eigentlich?

Beitragsbild zur Aldi Werbung: Kind vor Schaukel mit dem Schrifzug: Spooky Windows 10 Baby
Werbung: Kind mit Regenmantel und dem Schrifzug: Aldi?! Regenwurm!

Nun, bekannterweise sind Perlen auch nur Dreck, der in Muscheln festhängt. Meine Perle im Aldi Werbespot finde ich bei Minute 00:38: „Warum glaubt ihr, dass ihr mehr braucht? Wählt doch einfach das Richtige … und befreit euch vom Rest.“ Welch grandioser Slogan – passend zu Aldi, passend zur psychischen Disposition der von Information überfrachteten Generation Y, Z oder was auch immer ab Jahrgang 2011 als Buchstabenkürzel ansteht.
Welch grandiose, witzige Videos hätte man auf diesem Slogan aufbauen können. Aldi hätte Edeka vom Thron stoßen können. Mit Stories, die bissiger sind als „Supergeil“ und emotionaler als „Haha, ich bin doch nicht tot!“ (oder wie das Teil zu Weihnachten hieß). Stattdessen setzt man auf … Kinder. Mal wieder. Pfui Aldi. Pfui! Kinder für kommerzielle Zwecke zu missbrauchen ist etwas, das ich von Monsanto erwartet hätte, aber nicht von meinem Lieblingssupermarkt um die Ecke.

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